Bürgermeisterwahl 2017

Ronald Thiel: Jetzt hat er die Chance eigene Zeichen zu setzen

Nach der Bürgermeisterwahl – Ronald Thiel ist der Neue …

Das war ein klarer Ausgang der Bürgermeisterwahl. Schon im ersten Wahlgang schaffte Dr. Ronald Thiel mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen hinter sich zu bringen. Über 54 Prozent votierten für ihn.

Der neu gewählte Bürgermeister wird voraussichtlich im Januar das Amt antreten und er hat ein deutliches Mandat zur Umsetzung seiner geäußerten Ideen. Bei Worten wird es nicht bleiben können, denn es existierten einige „Baustellen“ in der Stadtpolitik. Bürger und Stadtverordnete würden gut daran tun, dem „Neuen“ eine faire Chance zu geben. Es bliebe zu wünschen, dass das seit Jahren verkrampfte Verhältnis zwischen Stadtoberhaupt und Stadtparlament endlich wieder in normalen Bahnen verläuft. Mit dem bisherigen Amtsinhaber war das nicht möglich und von diesem wohl auch nicht gewollt.

Auch einige Stadtverordnete sollten ihr Verhalten überdenken. Mehr Sachlichkeit stünde allen gut zu Gesicht. Das gilt sowohl für die Kritiker der bisherigen Verwaltungspraxis, als auch die bedenkenlosen Unterstützer. Ein derartiges Schauspiel, wie es in den letzten Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung den Zuschauern geboten wurde, ist unerträglich.

Dieser beiderseitige Neuanfang wäre für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger enorm wichtig. Es liegen große Herausforderungen vor uns allen. Die Förderbedingungen bei der Unterstützung städtischer Investitionen werden sich in den kommenden Jahren stark verändern – und das nicht zu unseren Gunsten!

Entscheidend ist deshalb die Konzentration auf Wichtiges und Machbares, Dabei stehen sicher die Infrastrukturfragen an entscheidender Stelle. Straßen in der Innenstadt und auch manchem Ortsteil sind in traurigem Zustand. Man denke nur an die Bahnhofstraße. Durchfahrtswege befinden sich aber oft in der Trägerschaft von Kreis, Land oder Bund. Die Stadt kann dann wenig allein entscheiden.

Voran kommen muss auch endlich das seit Jahren besprochene innerstädtische Verkehrskonzept. An manchen Straßen reißt der Geduldsfaden der Anwohner sicher bald. Wie kann man Verkehrsströme lenken? Wo sind Geschwindigkeitsregelungen neu zu überdenken? Eine Menge verkehrstechnischer Fragen stehen an.

Die Art und Weise wie Pritzwalk nach außen dargestellt und beworben wird sollte komplett überdacht werden. Die neue „Museumsfabrik“ mit seinem engagierten Leiter Lars Schladitz bietet dabei einen Ansatzpunkt. Möglichst gute Arbeits- und Wohnbedingungen, gerade auch für Jüngere, gilt es zu gestalten, wenn wir eine Zukunft haben wollen.

Eines der entscheidenden Anliegen ist wohl auch der Umgang des neuen Bürgermeisters mit den Pritzwalkerinnen und Pritzwalkern. Hier kann es gegenüber der bisherigen Praxis eigentlich nur besser werden. Ein Kritiker ist kein Feind, ein Fragender nicht automatisch ein Schlechtmacher. Das hat Wolfgang Brockmann nie verstanden.

Ronald Thiel kann offen und kommunikativ ganz neue Wege gehen. Das Zeug dazu hat er. Mögen wir alle ihm auch die Gelegenheit dazu geben!

Hartmut Winkelmann / Foto: EKidZ

(Aus Pritzwalker Stadtzeitung, Ausgabe 52, Oktober 2017)

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