Jugend

Top-Spiel der Landesliga abgebrochen – Ex-Pritzwalker Christian Zielasko steht im Mittelpunkt

Christian Zielasko ist als fairer Sportler bekannt.

Topspiel nach angeblicher Tätlichkeit gegen Linienrichter abgebrochen

Nach einer halben Stunde war zwischen dem RSV Eintracht und Hansa Wittstock am Sonnabend Schluss.
Das Topspiel der Landesliga Nord wurde am Samstagnachmittag abgebrochen: Nach gerade einmal 29 Minuten schickte Schiedsrichter Daniel Sievers die Mannschaften duschen. Vorausgegangen war eine angebliche Tätlichkeit gegen den Linienrichter.

Die Aufregung an der Stahnsdorfer Zillestraße beginnt in Minute 27. Nach einer eher unscheinbaren Szene bei einem Einwurf ist der Puls auf einmal ganz oben. Der Unparteiische Daniel Sievers hat auch gleich einen Wittstocker als Bösewicht ausgemacht. Es ist Abwehrmann Christian Zielasko. Er soll den Linienrichter angerempelt haben.Plötzlich wird die Lage unübersichtlich: Ein Rudel bildet sich.  Dann zieht Sievers, der zuvor schon dreimal Gelb an die Gäste verteilt hatte, die Rote Karte. Hansas Zielasko fliegt vom Platz. Und zwei Minuten später ist ganz Schluss. Sievers schickt die Teams vorzeitig in die Kabinen und das Topspiel der Landesliga Nord ist ein Fall fürs Sportgericht.

Noch am Tag darauf ist man bei der Heimmannschaft etwas verdattert. „Wir haben nicht so genau gesehen, was vorgefallen ist“, sagt Nuan Jaster. „ Aber wir akzeptieren die Entscheidung des Schiedsrichters.“

Wer den ehemaligen Pritzwalker Spieler Christian Zielasko kennt, der weiss dass er kein aggressiver oder unsportlicher Mann ist. Es ist kaum denkbar, dass dieser Mann einen Unparteiischen körperlich attackiert haben soll.

Es gibt zwei Seiten bei der Beschreibung des Vorfalls. DieWittstocker sind außer sich und fordern eine Wiederholung des Spiels. Nach dem Abbruch in Stahnsdorf schwankt man in Wittstock zwischen Unglaube und Wut.

Als Begründung für den Abbruch nannte Marko Schmidt, der stellvertretende Chef des Schiedsrichterausschusses, einen „körperlichen Angriff auf den Schiedsrichter-Assistenten“. Mehr wollte er dem Ruppiner Anzeiger wegen des „laufenden Verfahrens“ nicht sagen. Ob das Sportgericht eingeschaltet wird, entscheidet jetzt der Staffelleiter.

Was der eine als Angriff gewertet hat, beschreibt der angebliche Angreifer Christian Zielasko so: Es läuft die 23. Minute, er klärt unmittelbar vor der Bank der Gastgeber einen Angriff per Kopf, läuft dabei ins Seitenaus. RSV-Trainer Patrick Hinze wirft einem RSVer schnell einen anderen Ball zum Einwurf zu. Zielasko will wieder aufs Spielfeld und duckt sich weg, als Assistent Mathias Seeger plötzlich die Fahne hebt – und dann ein, zwei Schritte nach rechts macht. „Wir touchieren uns“, sagt Zielasko.

Der Linienrichter aber hat wohl einen Schlag in den Rücken verspürt – hat Zielasko hinterher erfahren. Denn zunächst hebt Seeger die Fahne, bespricht sich mit Schiri Sievers. Der zeigt Zielasko „Rot“. Ohne ihn zu fragen, was gewesen sein könnte.

Beim Gastgeber hat Trainer Patrick Hinze von alldem nichts bemerkt. Er war auf das weiterlaufende Spiel konzentriert, sagte er dem RA. Auch seine Spieler habe er gefragt – keiner hatte etwas gesehen.

Für Hansas Spieler und Trainer gab es nach der Entscheidung jedenfalls kein Halten mehr. Schnell bildete sich um die Schiedsrichter ein Rudel. Was Hinze danach erlebte, könnte auch die Schiedsrichter beeindruckt haben. Er hörte Beleidigungen vom Hansa-Trainerteam, „unterste Schublade, das schlechteste Vorbild, das ich jemals erlebt habe.“ Die Unparteiischen unterbrachen die Partie, schickten beide Teams in die Kabinen. Nach einigen Minuten verkündeten sie den Abbruch – möglich ist das bei einem Angriff auf einen der Schiedsrichter.

„Ich weiß nicht, was das soll“, ist sich Zielasko keiner Schuld bewusst. Er verweist auf seine vielleicht vier Gelben Karten in seinen zahlreichen Brandenburgliga-Spielen für den MSV Neuruppin. Auch ehemalige Mitspieler trauen ihm nicht zu, was ihm vorgeworfen wird. „Wenn das durchkommt, muss ich drüber nachdenken, ob Fußball noch Sinn macht“, sagt er am Sonntagvormittag. „Wir fordern, dass das Spiel wiederholt wird und es keine Sperren gibt.“

Quelle: fupa.net / PSZ

 

 

 

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