Demokratie

Das Chaos auf Uthemanns Hof

Wohnungsbauvorhaben ist vollkommen aus dem Ruder gelaufen

Es sieht nicht nur auf dem Geländeplan aus wie eine Kaserne – auch wenn man die Neubauten auf dem „Uthemanns Hof“ betritt, fühlt man sich doch sehr stark an militärische Einrichtungen erinnert. Versprochen hatte der Investor aus Kyritz eine Menge. Hochwertige und schöne Wohnungen sollten entstehen. Stadt und Kommunalvertreter hörten das gern. Übrig geblieben ist von all den vollmundigen Versprechungen nicht sehr viel.

Statt der ursprünglich angekündigten zwei flachen Reihenhäuser mit großzügigen Freiflächen dazwischen stehen jetzt drei barackenähnliche Bauten dicht an dicht auf dem Areal. Dazwischen wurden noch Carports installiert. Man muss schon ein geübter Autofahrer sein, um hier nicht beim Rangieren anzuecken. Die Zufahrten machen insgesamt einen unfertigen Eindruck. Wie die Feuerwehr im Brandfall auf das Gelände kommen soll bleibt dem ernsthaften Betrachter schleierhaft.

Der Investor ist dem Vernehmen nach inzwischen insolvent. Geldnöte könnten auch den Bau der zusätzlichen dritten Hausreihe erklären. Hat sich da jemand mächtig verkalkuliert? Einige Mieter verkehren inzwischen fast ausschließlich über Anwälte mit ihrem Vermieter. Auszugswillige gibt es auch bereits.

Zudem kursieren Hinweise auf das illegale Verklappen von Bauabfällen auf dem Gelände. Eine dementsprechende Prüfung durch die zuständigen Behörden des Landkreises verlief allerdings negativ. Das Verfahren ist inzwischen eingestellt worden. Seltsam daran ist allerdings der Umstand, dass es kein Vertreter dieser Behörde für nötig hielt sich überhaupt einmal ein Bild vor Ort zu machen.

Es ist zwar die alte Ruinenlandschaft auf der früher „Uthemanns Hof“ genannten Fläche verschwunden, aber das was da neu hingestellt wurde ist nicht viel ansehnlicher. Interessant ist in diesem Zusammenhang die damals außerordentlich eifrige Unterstützung des Investors durch führende Personen aus der Stadtverwaltung. Heute will man möglichst keine Fragen zum Thema hören. Jede kritische Äußerung wurde per Weisung zur Chefsache des Vizebürgermeisters Thiel erklärt. Warum wohl? Gibt es da persönliche Verbindungen oder Interessen? Fragen wird es dazu sicher noch eine Menge geben. Während der letzten Stadtverordnetenversammlung gab es erste Hinweise darauf.

PSZ

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