Die Linke.Pritzwalk

Verkauf der Baumschule ist vorerst gestoppt

Im Rahmen der letzten Stadtverordnetenversammlung gab der zuständige Vertreter der Stadtverwaltung Herr Sachs (!) bekannt, dass der Verkauf der ehemaligen Baumschule gestoppt worden sei. Grund dafür war der Umstand, das nunmehr zwei Drittel der ursprünglichen Verkaufsfläche als Wald eingestuft werden.

In der Einwohnerfragestunde zuvor forderten u.a. Holger Bull und Cornelia Wriedt als Vertreter der Initiative Pro Hainholz die Rücknahme des Verkaufsbeschlusses. Die Waldeigenschaft eines Großteils des Geländes sei von ihnen immer betont worden.

Auch bei den Fraktionen, die dem Verkauf zugestimmt hatten, regen sich nun Zweifel an der Richtigkeit des Beschlusses. So meinte Conrad Pfestdorf von der CDU laut MAZ: „Der Hainholz-Verkauf ist ein extrem unerfreulichen Vorgang. Die Auseinandersetzung hätten wir uns sparen können.“. Man habe sich bei der Zustimmung zum Verkauf auf die Einschätzung der Forstbehörden verlassen, dass es sich eben nicht um Waldflächen handele. Trotzdem will die CDU keine „weiße Fahne hissen“. Der Umgang mit dem Verkaufsbeschluss müsse geprüft werden. Auch die FDP-Fraktion will keine „Schnellschüsse“.

Frank Schröder von der Linken stellte fest, dass bereits bei der Beschlussfassung deutliche Hinweise auf den Waldcharakter der Flächen gegeben habe. Das sei auch eines der Resultate der Akteneinsicht gewesen, die die Linken bei der Stadt genommen hätten. Klaus Brandt, Fraktionschef der Freien Wähler, stellte klar: „Wir stimmen nicht dafür, auch nur einen Quadratmeter des Hainholzes zu verkaufen.“

Für die SPD sagte Marlies Ferner: „Wir haben den Verkaufsbeschluss nicht mitgetragen.“ Ihre Fraktion setzte sich für die Erarbeitung eines Hainholzkonzeptes ein, an deren Entstehung die Bürgerinnen und Bürger teilhaben sollten. Das habe in der letzten SVV leider keine Mehrheit gefunden.

Holger Bull von der IG Pro Hainholz berief sich als Bürger auf die Aussage der Stadt, dass der Verkauf zum Zwecke der Wirtschaftsförderung gedacht war. „Die geplante Nutzung des Hainholzes würde weniger Erholungswert bringen, weniger Arbeitsplätze, weniger Steuern und weniger Wald“, sagte Holger Bull.

Bürgermeister Wolfgang Brockmann fehlte anders als auf dem Bahnhofsfest am Wochenende in der SVV kurzfristig krankheitsbedingt. Sein Stellvertreter Dr. Roland Thiel war von ihm zu einem anderen Termin beordert worden. Das war sicher nicht im Sinne von Dr. Thiel geschehen.

PSZ

Hier lesen Sie die Auskunft des Landwirtschaftsministeriums zur Bewertung der Verkaufsflächen >>

 

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