Die Linke.Pritzwalk

Kirsten Tackmann: „Arbeitsverweigerung der Bundesregierung beim Herdenschutz ist fahrlässig“


Tackmann will’s wissen – Bundeseinheitlicher Herdenschutz

Mit Zunahme der hier lebenden Anzahl von Wölfen wächst das gesellschaftliche Konfliktpotenzial, insbesondere in den letzten Monaten häufen sich die Meldungen dazu. Der sogenannte wolfssichere Herdenschutz fällt in das Ressort des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und wird dort leider nach wie vor ignoriert.

Die Fraktion DIE LINKE im Bundestag hatte dazu eine sogenannte Kleine Anfrage gestellt. „Wir unterstützen die Forderungen der weidetierhaltenden Betriebe im punkto Herdenschutz, wobei es um die Frage geht, wie – und nicht ob – mit dem Wolf gelebt werden kann. Die Antwort der Bundesregierung ist mehr als unbefriedigend – sie lässt die Weidetierhaltung im Stich.“ so MdB Kirsten Tackmann aus Tornow bei Kyritz.

Lesen Sie hier die Antwort der Bundesregierung:

Die regionale Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (DIE LINKE) nimmt dazu wie folgt Stellung:

Arbeitsverweigerung der Bundesregierung beim Herdenschutz ist fahrlässig

„Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage zum bundeseinheitlichen Herdenschutz zeigt zum wiederholten Mal, dass sie entweder die Lage nicht ernst nimmt oder sie ignoriert. Beides ist gleichermaßen fatal. Wieder lässt die Koalition aus Union und SPD die Weidetierhaltung im Stich. Bundesagrarminister Schmidt darf sich nicht länger hinter der Untätigkeit seiner Kabinettskollegin, Bundesumweltministerin Hendricks, verstecken.“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann, Obfrau für die Linksfraktion im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage.

Dr. Kirsten Tackmann weiter:

Die Bundesregierung muss endlich ihren Teil der Verantwortung für den Weidetierschutz übernehmen, statt sie allein den Bundesländern zuzuschieben. Sonst könnten die Auseinandersetzungen vor Ort eskalieren – auf Kosten der Weidetiere und des Wolfs. Die Weidetierhalterinnen und -halter brauchen dringend eine bundesweite Strategie sowie finanzielle und sachkundige Unterstützung bei der Vermeidung von Wolfsübergriffen. Das Bundeskompetenzzentrum für Herdenschutz, das DIE LINKE seit vielen Jahren fordert, ist dringender denn je.“

Hintergrund:

Die Kleine Anfrage der LINKEN zum bundeseinheitlichen Herdenschutz hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BUMB) für die Bundesregierung beantwortet, obwohl es hier nicht nur um Artenschutzaspekte gehen kann und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zuständig ist für die Haltung von Nutztieren und für den Tierschutz, also auch für den Herdenschutz. Entsprechend sind die Antworten aus Sicht der anfragenden Bundestagsfraktion DIE LINKE unbefriedigend. Die Fragen wurden gar nicht, sehr oberflächlich oder ohne viel Sachkenntnis beantwortet. Damit sind die Antworten ein Offenbarungseid der gesamten Bundesregierung beim Thema Schutz der Weidetiere.

Quelle: http://www.kirsten-tackmann.de

 

 

 

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