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Der Poller-Posse nächster Teil: Marktfahrzeuge passen kaum durch

marktplatz_poller-zu-eng-1 marktplatz_poller-zu-eng-3 marktplatz_poller-zu-eng-2 marktplatz_poller-zu-eng-4Eine unendliche und zunehmend unverständliche Posse entwickelt sich um die versenkbaren – oder eben nicht versenkbaren – Poller vor dem Rathaus in der Marktstraße. Hier wurde nach monatelanger Verzögerung nun endlich ein Zugang für die geschäftlichen Anlieger, Lieferfahrzeuge und insbesondere die fahrbaren Marktstände geschaffen. In Betrieb ist das Ganze aber noch lange nicht. Warum? Darüber schweigt man im Rathaus.

Jetzt wird gerade der Marktzugang für die Verkaufsfahrzeuge zu einer Abenteuertour für die jeweiligen Fahrer. Mehrere Marktstandbetrieber wiesen uns auf den Missstand hin. Wir waren vor Ort und haben uns den Grund der Sorgen angeschaut. Es ist nicht möglich für die breiten Verkaufswagen gefahrlos zwischen den vorgesehenen Pollern hindurch zu kommen. Ohne Einweiser geht gar nichts (siehe Bilder).

„Es ist absolut unmöglich ohne fremde Hilfe hier hindurch zu kommen. Was soll dann erst bei Eis und Schnee passieren? Wenn ich dann gegen die neu aufgestellten Poller stoße, muß ich eventuell einen Haufen Geld zahlen.“ sagt Frau Blüthmann, die zweimal wöchentlich mit ihrem großen Wagen Fleischwaren auf unserem Marktplatz anbietet. „Es muss schnell eine Lösung gefunden werden!“

Frau Blüthmann hat das Ordnungsamt und dieses den zuständiger Fachgebietsleiter Herrn Raschke informiert. Die reagierten sofort, sprachen mit der Beschwerdeführerin. Eine kurzfristige Lösung hatten sie aber natürlich auch nicht zur Hand. Es werde darüber beraten, meinte Herr Raschke.

Wie kam es denn nun zu dem engen „Durchlass“? Ersten Infos zur Folge handelt es sich um eine der berühmt-berüchtigten deutschen „Normmaße“. Ich stelle mir das so vor, dass in irgendeiner übergeordneten Baubehörde ganz schlaue Fachleute an ihren Schreibtischen sitzen und aus dieser Position heraus festlegen, wie die Realität da draußen auszusehen hat. Nur leider hält sich die gemeine Realität oftmals nicht an diese Beamtensicht. Die „normierte“ Breite der Durchfahrt lässt auf das Zugrundelegen von PKW-Ausmaßen bei der Normerstellung schließen. Die passen durch den Zugang. Doch leider, zum Ungemach der genannten Normsetzer, befahren einen Marktplatz eben gerade Marktfahrzeuge, welche aus gutem Grund ein wenig größer und breiter ausfallen. Das konnte man bei der Umsetzung auf Pritzwalks Marktstraße nicht vorausahnen?

Guter Rat ist nun also teuer – und dringlich! Spätestens bei Einbruch des Winters in ganzer Wetterpracht würde die Passage zum waghalsigen Unterfangen. Ab Anfang Dezember steht übrigens auch der Pritzwalker Weihnachtsmarkt an gleichem Platze an. Und wie sollen die Standbetreiber dann zum Veranstaltungsort kommen?

Fragen über Fragen und wenig Verständnis für die bestehende Situation. Lassen Sie mich raten, wie die Lösung aussehen wird: Letztendlich wird man die eigentlich festen Poller von Seiten der Kirchstraße wieder umlegen und so den Weg für die Händler ebnen. Na zum Glück geben wir „bloß“ 6.000 Euro für die immer noch nicht funktionierende versenkbare Pollereinrichtung an einer viel zu engen Durchfahrt aus! Mahlzeit!

Hartmut Winkelmann

 

 

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