Demokratie

MIT AUF DEN WEG: Wie sich Meinungen ändern

andreas-trunschke

Andreas Trunschke ist ehemaliger Landtagsabgeordneter und betreibt in Borgwalde einen erfolgreichen Bürgerblog.

Meine berufspolitische Zeit liegt ja inzwischen Jahre zurück. Und Kommunalgebiet war nicht mein Spezialgebiet.

Aber falls ich mich richtig erinnere, waren wir damals als LINKE in Brandenburg gegen zu große Kreise. Außerdem wollten wir vor der Gebietsreform neu bestimmen, welche Aufgaben an welcher Stelle am besten erledigt werden können (Funktionalreform). Die CDU war in der Regierung und wollte wegen der Demografie große Kreise und dachte kaum über die Funktionalreform nach. Was wir als Opposition natürlich heftigst kritisierten.

Heute ist es genau umgekehrt. Die CDU ist Opposition und ist gegen das, was sie damals vertrat. Die LINKE ist in der Regierung und folgt wie damals die CDU einfach der SPD.

Was folgt daraus? Entweder, dass auch Parteien lernfähig sind und sich entwickeln können. Das bei gleichen Verhältnissen im Land sogar in genau gegenläufiger Richtung.

Oder LINKE und CDU hätten gemeinsam einen weiteren Beweis für die These von Marx geliefert, nach der das Sein das Bewusstsein bestimmt. Es ist also weniger wichtig, was wirklich erforderlich ist, sondern ob man gerade in der Regierung oder in der Opposition ist.

Oder, entscheidend ist in Brandenburg immer die SPD, egal mit wem.

Oder aber ich erinnere mich nicht richtig.

Ihr Andreas Trunschke

 

Mehr zum Thema Kreisgebietsreform: „Wer pariert bekommt Geld“

 

 

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