Die Linke.Pritzwalk

Neue Riesenwindräder verschandeln Pritzwalk

Windräder neu PK-Ost (3) Heimlich, still und leise hat man im Raum Alt Krüssow, Kemnitz und Neuhof eine ganze Reihe von überdimensionalen Windanlagen aufgestellt. Die Windmonster erreichen auch für unsere Region neue Höhenrekorde. Wenn man vom Pritzwalker Bahnhof über die Bäume hinweg blickt, landet man nun automatisch bei den gewaltigen Windrädern. Ebenso zeugt ein Blick Richtung Osten von den neuen „Nachbarn“. Die Ansicht der Stadt wird nachhaltig verschandelt.

Diese neuen Anlagen zählen laut neuer Regionalplanung nicht bei der Zulassung weiterer Windräder. Sie wurden in einem bisher schon bewilligten Windeignungsgebiet errichtet. Einige bisherige Anlagen wurden „repowert“, d.h. kleinere Räder wurden erheblich vergrößert und drehen sich nun munter weitere Jahrzehnte und beschädigen unsere Landschaft und die Lebensqualität für Bewohner und Besucher.

Aber Herr Winkelmann, so können Sie doch nicht argumentieren! Das Gerede gefährdet ja die Energiewende! Doch, ich kann so reden, denn gerade dieses unehrliche Gefasel gefährdet die Bereitschaft der Menschen für die Energiewende. Für müssen raus aus den fossilen Energieträgern, ja, und an die „saubere“ Atomkraft glauben wirklich nur noch Unbedarfte. Dennoch kann die Energiewende kein Freibrief für die großflächige Verschandlung unserer Kulturlandschaft sein. Interessanterweise streiten oft solche Windkraftbefürworter für den möglichst umfangreichen Ausbau der Windkraftanlagen, die selbst in Gebieten wohnen, wo sich kaum Windräder als dauernder Lebens-Backround drehen. Wenn im eigenen Umfeld nur 10 oder 20 solche Anlagen stehen, kann man tolerant sein. Drehen sich aber, wie rings um unsere Stadt über 300 Anlagen – die immer größer werden –  sieht es schon anders aus.

Windräder neu PK-Ost (4)Mit Windstandorten verdienen Flächeneigentümer und Windkraftfirmen üppiges Geld vom Staat. Es geht um Profit, nicht um die Energiewende! Der erzeugte Strom ist nebensächlich, oft überzählig, da die bestehenden Leitungsnetze einen Abtransport der Energiemengen überhaupt nicht zulassen. Die Folge davon? Windräder werden oft abgeschaltet und verschandeln still stehend die Landschaft.

Darum muß gelten: Windkraft ja, aber nicht um jeden Preis und erst recht nicht an jedem Ort. Ein akzeptabler Mindestabstand zu Wohnbauten und ein absolutes Nein für Windräder im Wald muß die Grundlage sein, nicht der willkürliche Beschluss einer brandenburger Landesregierung über den Prozentsatz der zu bebauenden Flächen.

Windkraft_im_Wald_LogoMan kann jetzt noch etwas gegen diesen Wahnsinn tun! Bis zum Mittwoch, dem 6.Juli, kann man die Volksinitiative gegen Windräder im Wald und für einen Mindestabstand von Wohnbauten unterschreiben. Gehen Sie während der normalen Geschäftszeiten ins Pritzwalker Rathaus, Zi 110 (Erdgeschoss). Geben Sie Ihre Unterschrift für Vernunft bei der Nutzung alternativer Energien! Ich war schon da.

Hartmut Winkelmann

 

 

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