Demokratie

Pro Kopftuch-Urteil – Eine Entscheidung gegen die Neutralität

 

bundesgerichtshofZum Kopftuchurteil des Bundesverfassungsgerichtes

Lehrerinnen sollen während des Unterrichts Kopftuch tragen dürfen? Nein, das Pro-Stoff-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom März steht nicht für die Gleichheit vor dem Gesetz, sondern für die Privilegien der Religionen und Religiösen. Also für krasse Ungleichheit auf Kosten der weltanschaulichen Neutralität des Staates.

Groß wäre der Aufschrei, würde die Lehrerin mit Che-Guevara-Mütze oder in Angela-Merkel-Shirt Kants kategorischen Imperativ lehren. Denn Lehrer vermitteln nicht nur Wissen und Können, sondern auch Werte. Insbesondere durch ihre Person, ihr Verhalten – und ihr Äußeres. Sie sind Vorbild. Politisch und weltanschaulich müssen sie während des Unterrichts Zurückhaltung üben. Aus gutem Grund.

Ein bekleidungsbasiertes Bekenntnis zur Weltrevolution oder zu einer politischen Partei, so viel ist Konsens, steht in klarem Widerspruch zu solchen Pädagogenpflichten. Gleiches gilt aber auch für ein Kopftuch, dem Habit katholischer Nonnen und muslimischer Frauen oder andere vergleichbar auffällige und bedeutungsgeladene Symbole – welcher Religion auch immer. In Koran und Bibel findet sich übrigens keine einzige Passage, die Frauen auffordert oder gar zwingt, ihr Haupt zu bedecken. Auch wenn Eiferer dies immer wieder behaupten.

Marcus Meier/ND/PSZ  

 

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