Jugend

Von Spitzbuben und Fahrchaoten

Polizeioberrat Peter Schröder (55)

Polizeioberrat Peter Schröder (55), Foto: svz

 Polizei berichtete über Kriminalitäts- und Unfalllage in Pritzwalk

Eine gute und aufschlussreiche Tradition ist die Berichterstattung der regionalen Polizei vor dem Stadt- und Kreisparlament. Jetzt war es wieder soweit. Herr Schröder, Chef der Polizeiinspektion Prignitz und Herr Radloff, Leiter der Wache in Pritzwalk, nahmen die Einladung zur Stadtverordnetenversammlung im Juni an und informierten die Abgeordneten über die Kriminalitäts- und Verkehrsunfalllage in gewohnt sachlicher und interessanter Art.

Im letzten Jahr wurden in der gesamten Prignitz 6.423 Fälle von der Polizei registriert. Die Zahl ist damit seit 5 Jahren in etwa stabil. Die Aufklärungsquote liegt bei 55,3%. Es wurden 21.439 Tatverdächtige ermittelt. Einen bedeutenden Rückgang konnte beim Anteil jugendlicher Täter festgestellt werden.

2014 wurden 85 politisch motivierte Straftaten in der Prignitz aufgenommen.

Im Bereich Verkehr wurden 2.588 Fälle bearbeitet. Darunter waren leider auch 14 tödliche Unfälle. Acht davon verloren ihr Leben bei Baumunfällen. Insgesamt gab es 285 Verletzte. 155 junge Fahrer waren unter den Unfallverursachern und 300 Senioren. Die Polizei war in 627 Präventionsveranstaltungen aktiv.

 

 

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Pritzwalks Revierleiter Andre Radloff, Foto: Polizei Brandenburg

Der Wachenleiter Herr Radloff trug die Zahlen für Pritzwalk vor. Im vergangenen Jahr wurden 1.066 Fälle registriert. Davon konnten 52,2% aufgeklärt werden. Im Jahr waren es noch 60,8%, was aber mit der Überführung von Serienstraftätern zu tun hatte.

Schwerpunkte der Kriminalitätsentwicklung im Raum unserer Stadt waren Sadenbeck und Bucholz.

Straftaten gegen das Leben oder die sexuelle Selbstbestimmung, zu gut Deutsch Morde und Vergewaltigungen, gab es 2014, ebenso wie im Jahr davor, in Pritzwalk nicht. 41% der Taten waren Diebstahldelikte, 15% Rohheitsstraftaten, 12% Vermögens- und Fälschungsdelikte. Der Anteil von schweren Diebstählen und Wohnungseinbrüchen sank 2014 von 24 Fällen im Vorjahr auf nur noch 15 Taten. Damit lag unsere Stadt weit hinter den Fallzahlen in Wittenberge oder Perleberg.

Insgesamt verzeichnete die Polizei 2.974 Einsätze. Darunter waren 78 Fälle von ruhestörendem Lärm, 45 Suchen nach hilflosen Personen, 42 Einsätze wegen vermisster Personen, 114 Groß- und Schwerlastbegleitungen. 50 mal gab es einen falschen Alarm.

Zur Verkehrs– und Unfalllage: Im vergangenen Jahr musste die Polizei 475 mal in Pritzwalk und seinen Ortsteilen ausrücken. Dabei gab es 47 Verletzte und leider auch einen Toten. Viele werden sich an den schlimmen Motorradunfall auf der Kreuzung in Pritzwalk-Nord in Richtung Gewerbegebiet erinnern.

Insgesamt eine beeindruckende Arbeit, die von unseren Polizisten und Polizistinnen geleistet wurde. In Anbetracht der verschiedensten Aufgaben der Sicherheitsbehörden sollten die Finanzpolitiker in Brandenburgs Landesregierung aufhören bei der Ausstattung und Stellenzahl immer nur mit dem Blick auf den Haushalt zu agieren. Sicherheit ist etwas, das für Bürger der Region zu einem positiven Lebensgefühl entscheidend dazu gehört.                                     M. Hoffmann

 

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