Geschichte

Würdevolles Gedenken

70 Jahre Explosionskatastrophe (1)Am Samstag nahmen eine erfreulich große Zahl an der Gedenkfeier zu Ehren der Opfer der Explosionskatastrophe auf dem Pritzwalker Bahnhof am 15. April 1945 teil. Ältere, wie auch jüngere Pritzwalker und ihre Gäste, darunter etliche Zeitzeugen der damaligen Ereignisse, waren dabei. In sehr würdiger Form wurde erinnert an die Ereignisse zum Ende des Krieges 1945 erinnert. Bis dahin war Pritzwalk weit weg vom Kriegsgeschehen. Doch dann, in wenigen Minuten traf die Stadt das Inferno. Bürgermeister Wolfgang Brockmann fand die richtigen Worte, als er daran erinnerte, was damals hier bei uns geschah und den Bogen schlug zu heutigen Kriegen in der Welt. Er verband dies mit dem Appell an alle, dafür zu wirken, dass Kriege niemals wieder solches Elend über die Menschen bringen.

Dr. Wolfgang Simon, Vorsitzender der Gesellschaft für Heimatgeschichte, sprach über die konkreten Ereignisse an jenem Tag. Etwa 200 Menschen sollten den Tag nicht überleben. Katja Rosenbaum, die Leiterin des Stadtmuseums, gab daraufhin die übersichtlichen Gedenktafeln mit einem Abriss der Bahnhofsgeschichte vor und nach der Explosion frei. Sie sind ab jetzt ständig im Durchgang von der Bahnhofshalle zu den Bahnsteigen zu sehen.

Danach wurden Ausschnitte aus dem zum Zeitpunkt der Katastrophe im gegenüberliegenden Kino gezeigten Films „Es fing so harmlos an“ mit Johannes Heesters gezeigt. Dazu wurden von Schülern des Pritzwalker Gymnasiums Aussagen und Briefe von Zeitzeugen verlesen.

Die Gedenkfeier wurde abgeschlossen von der Kranzniederlegung am Mahnmal am Platz des Friedens. Manch Teilnehmer erinnerte sich an Bekannte oder Angehörige, die er verloren hatte. Gymnasiasten verlasen die Namen der identifizierten Opfer. Auffallend waren die zahlreichen, auch heute noch bekannten Familiennamen unserer Stadt. Fast jede Familie in Pritzwalk hatte Tote oder Verletze zu beklagen bzw. ihre Unterkunft verloren.

Dies war eine sehr gelungene und angemessene Veranstaltung.

 

Was am 15. April 1945 in Pritzwalk geschah >>

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