Stadtparlament

Marktstraße wird im Westteil geöffnet

Marktstraße Westseite August 2014 (4)

Das, was diese beiden Verkehrsteilnehmer heute schon praktizieren, wird in Zukunft wohl die Regel werden: Autos dürfen im Schritttempo einfahren. Radfahrer müssen die Fahrbahn nutzen.

Der Stadtentwicklungsausschuss empfahl der Stadtverordnetenversammlung in seiner Sitzung am 26.08. die Vorlage der Stadtverwaltung zur Umwidmung der Kirchstraße und des westlichen Teils der Marktstraße anzunehmen. Was etwas hölzern im Verwaltungsdeutsch formuliert ist, meint nichts weiter als die lang diskutierte Öffnung eines Teils der Fußgängerzone für den Verkehr. Zukünftig wird es möglich sein, von der Kirchstraße aus in die Marktstraße einzufahren. Erlaubt ist dann das Einbiegen nach rechts in die Marktstraße und das Befahren bis hin zur Volksbank und der Arztpraxis Harwig im Punkthaus. Heraus geht es nur auf dem gleichen Weg. Eine Durchfahrt durch die gesamte Marktstraße wird es nicht geben. Ebenso bleibt der Zugang zur Kreuzung Perleberger Tor geschlossen. Im freigegebenen Bereich wird Tempo 20 km/h  erlaubt sein. Es herrscht Parkverbot. Kurzes Anhalten, z.B. um in die Arztpraxis, die Bank oder eines der Geschäfte zu gehen, ist zukünftig dort erlaubt. Radfahrer müssen sich auf der Straße bewegen und dürfen nicht mehr die Gehwege benutzen. Hiermit werden etliche Konfliktfälle der Gegenwart entschärft.

Die Diskussion pro und contra Straßenöffnung läuft seit vielen Jahren. Jetzt kommt endlich Bewegung in die Sache. Die Meinungen dazu bleiben geteilt und die Debatte ist längst noch nicht abgeschlossen, wie Vizebürgermeister Dr. Thiel im Ausschuss anmerkte. Die neue Regelung kostet die Stadt verhältnismäßig wenig Geld, da keine baulichen Veränderungen notwendig sind. Die Gewerbetreibenden dieses Straßenabschnittes wird diese Entwicklung freuen. Zu diskutieren wird nun natürlich eine ähnliche Regelung für den östlichen Teil der Marktstraße sein (von der Wallstraße bis zur Meyenburger Straße). Eine durchgehende Öffnung steht nicht an.

Es ist gut, das jetzt endlich etwas passiert. Gedauert hat es lange. Schuld sind aber weder die Verwaltung noch die Stadtverordneten. Es galt und gilt die Veränderungen im städtischen Verkehrskonzept insgesamt und auch in die angestrebten Lärmschutzmaßnahmen einzuordnen. Den Kritikern jeder Form der Öffnung sei der gegenwärtige zustand in Erinnerung gerufen: Zur Zeit fährt jeder, wie er Lust und Laune hat, durch die Marktstraße – und zwar in der ganzen Länge! Jetzt wird es klare Regelungen geben was geht und was nicht.

Die endgültige Entscheidung wird die Stadtverordnetenversammlung auf ihrer nächsten Sitzung am 24. September fällen. Mit einer breiten Zustimmung ist zu rechnen.

2 replies »

  1. „Zur Zeit fährt jeder, wie er Lust und Laune hat, durch die Marktstraße – und zwar in der ganzen Länge!“ – ja wie denn? Gibt’s kein Ordnungsamt, keine Polizei, dem Einhalt zu gebieten?

  2. Ja, gerade auch deshalb ist eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung jetzt endlich nötig. Ich bin für diese Lösung – möglichst bald auch für die östliche Straßenseite, aber ohne durchgängige Öffnung der ganzen Marktstraße.

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