Arbeit und Soziales

„Ich habe einige empfehlenswerte Projekte in Pritzwalk gesehen“

Anita Tack in der Kinderarztpraxis (1)

Anita Tack bedankt sich beim Kinderarzt Ghassan Slilo. Rechts: MdL Dieter Groß.

Brandenburgs Gesundheits- und Umweltministerin Anita Tack (DIE LINKE) besuchte am Freitag die Prignitz. Ab Mittag machte sie auf Einladung des Landtagsabgeordneten Dieter Groß und der Stadtfraktion der Linken in Pritzwalk Station. Sie ließ es sich nicht nehmen, dem neu angesiedelten Kinderarzt Ghassan Slilo in dessen Praxis in der Havelberger Straße ihre Aufwartung zu machen. Anita Tack hörte interessiert zu, wie ihr der Kinderarzt, seine nette Sprechstundenhelferin und der Vertreter des Trägers Kreiskrankenhaus Prignitz den Weg zu dieser beispielgebenden Lösung des Facharztproblems erläuterten. Die Ministerin bedankte sich bei den Beteiligten für ihren Einsatz und die Umsetzung der Idee. Sie erkundigte sich nach der Auslastung in den ersten Wochen. Ghassan Slilo berichtete, das z.B. allein heute 17 Eltern mit ihren kleinen Patienten die Praxis aufgesucht haben. Insgesamt sei er sehr zufrieden mit der Resonanz. Anita Tack meinte, das dieses Modell auch andernorts Anwendung finden könnte.

Anita Tack in der Kinderarztpraxis (7)

Die Ministerin lässt sich die Details erklären.

Anita Tack in der Innenstadt (31)

Stadtverordnete Nicole Czaja und Frank Schröder beschreiben beim Rundgang die Chancen und Probleme unserer Stadt.

Anita Tack bei den 7 Künsten (4)

Kurzbesuch beim Projekt „7 Künste von Pritzwalk“. Rechts: Gerrit Gohlke, Projektkoordinator.

Anschließend nutzte die Gesundheitsministerin ihren Aufenthalt für einen kleinen Rundgang durch unsere Innenstadt. Die sie begleitenden Stadtverordneten Frank Schröder, Nicole Czaja und Hartmut Winkelmann (alle DIE LINKE) engagierten sich als Stadtführer. Frau Tack konnte sich aus ihrer früheren beruflichen Tätigkeit für die Region an viele Details von Pritzwalk erinnern. Sie ließ sich die Probleme der Innenstadtentwicklung erklären. Ganz „zufällig“ führten die Stadtverordneten die Ministerin und den Landtagsabgeordneten zu den Ladengeschäften, in denen gerade für die abendlichen Kulturevents aufgebaut wurde. Gerrit Gohlke sprach bei diesem nicht vorher abgesprochenen Termin über das Projekt der 7 Künste und führte die Ministerin durch die gerade im Aufbau befindliche Ausstellung.

Anita Tack beim SV Drehscheibe (3)

Beim SV Drehscheibe in gemütlicher Runde.

Ein Höhepunkt des Besuches in Pritzwalk war für die Gesundheitsministerin der Besuch beim SV Drehscheibe e.V.. Auf sie wartete nicht nur die Vereinsführung um Daniela Nerding und Bernd Blechschmidt, sondern auch eine große Zahl im Verein Aktiver aus den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern des SV Drehscheibe. Er ist der größte Verein in der Region. Auszeichnungen und Testate über erreichte Qualifizierungen und Urkunden aller Art schmücken einen Teil der Wände des Vereinsheims. Es war für die Besucher einfach erfrischend, mit wie viel Elan hier zu Werke gegangen wird. Mit sichtlichem Stolz nannten etliche Teilnehmer der angenehmen Kaffeerunde mit der Ministerin, dem Landtagsabgeordneten und den Stadtverordneten der Linksfraktion ihr Alter. Toll was hier geleistet wird.

Anita Tack beim SV Drehscheibe (7)

Anstehende Probleme wurden offen und lösungsorientiert angesprochen.

Die Mitglieder des SV Drehscheibe nahmen kein Blatt vor den Mund und redeten auch über noch nicht verwirklichte Ideen und anstehende Probleme in der Arbeit mit den Senioren. So benannten sie das Mobilitätsproblem älterer Menschen in den Dörfern ringsherum. Stadtverordneter Frank Schröder berichtete über einen Lösungsansatz, den es in Bad Wilsnack gibt. Hier unterhält die Stadtverwaltung zwei Kleinbusse, die solcherart Fahrten für Vereine unternehmen. Dort geht es. Warum nicht auch in Pritzwalk? Eine weitere Idee wäre das Betrieben solcher Fahrzeuge über Sponsoren. Mit solchen Lösungen könnte der großen Nachfrage von Senioren aus der Region entsprochen werden. Das Problem müsse unbedingt auf die Tagesordnung der Stadtpolitik, forderten die Vereinsvertreter.

Eine weiterer Wunsch der Versammelten bestand darin, eine bessere und engere Vernetzung der Vereine der Stadt zum Zwecke der gemeinsamen Nutzung vorhandener Potenziale zu erreichen. Ein Beispiel wäre eine „Übungsleiterbörse“. Auch hierbei sei man beim Bürgermeister mehrfach auf taube Ohren gestoßen. Bernd Blechschmidt monierte zu Recht, das es in Pritzwalk keine wirklichen Projekte gibt, die ein altersgerechtes und selbstbestimmtes Wohnen mit verschiedenen Servicefunktionen für Senioren im direkten Wohnumfeld gäbe. Man müsse in Pritzwalk endlich begreifen, das die Bevölkerung immer älter werde.

Anita Tack beim SV Drehscheibe (13)

Stadtverordnete der Linken im Gespräch.

Die anwesenden Stadtverordneten nahmen die Anregungen auf und werden entsprechende Initiativen weiterleiten und mittragen.

Der Ministerin machte dieser Besuch merklich Spaß. Hier gab es Konkretes zu sehen und gute Ideen aufzunehmen. Anita Tack meinte zum Abschied, sie würde zu gegebenem Anlass gern wiederkommen.

Anita Tack beim SV Drehscheibe (21)

Mit Freude schaut sich die Ministerin die Bilder von zahlreichen Aktionen des Vereins an.

Anita Tack beim SV Drehscheibe (22)

Die Haupt“macher“ Daniela Nerding und Bernd Blechschmidt mit Anita Tack (Mitte).

1 reply »

  1. Das war heute ein echt gelungener Tag mit der Ministerin in Pritzwalk. Es macht Mut, wenn man hört, das einige der Pritzwalker Projekte großen Zuspruch von hoher Stelle bekommen. Ich danke auch allen Beteiligten, die diesen Besuch zum vollen Erfolg werden ließen.

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