Innenstadtbelebung

Sieben Läden, sieben Künste und eine Chance

Das war ein gelungener Start. Etwa sechzig Gäste hatten sich zum offiziellen Beginn des Pritzwalker Innenstadt-Projektes „Die sieben Künste von Pritzwalk“ in der Marktstraße eingefunden. Gemeinsam mit den beiden internationalen Künstlern Clegg & Guttmann begrüßte der Koordinator Gerrit Gohlke vom Brandenburgischen Kunstverein Potsdam e.V. die Besucher. Unter ihnen waren der Bürgermeister, sein Stellvertreter, einige Stadtverordnete von SPD, Linken und Freien Wählern sowie eine Menge einfach interessierter Bürger. Nach kurz gehaltenen Begrüßungsreden folgte ein interessanter Rundgang durch die ins Projekt einbezogenen leerstehenden Läden in Pritzwalks Zentrum. Man war überrascht ob der doch schon fast in Vergessenheit geratenen Grundrisse der einzelnen Geschäfte. Welche es sind, erkennt man an den Holzrahmen, die symbolisch vor die jeweiligen Eingänge gestellt wurden.

wpid-2014-06-05-17.13.54.jpg.jpegWährend des Rundgangs informierten die Projektträger über einige der inzwischen 40 eingegangenen Projektideen. Alles gemeinsam soll dazu beitragen von Pritzwalk mittels der sieben Künste ein Porträt zu zeichnen. Aus der Porträtkunst kommen die beiden Hauptakteure Clegg & Guttmann. Sie möchten die Pritzwalker selbst ein Porträt ihrer Stadt entwerfen lassen, mit ihren Ideen, ihren Fähigkeiten und ihrer Fantasie.

Die bisher eingereichten Ansätze sind sehr vielseitig. Einzelne sind von jetzt an in den Schaufenstern als kurzer Auszug aus der Idee nachzulesen. Jedem Geschäft wird eine Kunstrichtung zugeordnet. Beteiligt haben sich bislang heimische Künstler, Gewerbetreibende, Schulen und auch ehemalige Pritzwalker. Es läuft also gut an!

Jeder, der noch Ideen hat oder der sich selbst einbringen will, kann das auch jetzt noch tun. Im „Cafe der 7 Künste“ in der Marktstraße steht täglich ein Briefkasten bereit, in den man seine Ideen stecken kann. Dort sind in diesen Tagen auch oft Vertreter des Brandenburger Kunstvereins Potsdam anzutreffen. Also ran! Trauen Sie sich!

Um den Kritikern des Ganzen etwas entgegen zu halten: Nein, durch die Kunstaktion werden die Läden nach deren Ende im September nicht automatisch vermietet sein. Das Projekt kann uns aber zu einer veränderten Denkweise beim Angehen der Probleme der Innenstadt anregen. Ausgetretene Pfade verlassen, Neues probieren – das ist die Chance dieses Projektes.

Hartmut Winkelmann

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