Innenstadtbelebung

Passantenbefragung in der Grünstraße

Einen gehörigen Schreck bekam heute seit dem Vormittag so mancher Autofahrer, der aus Richtung Bergstraße durch die Grünstraße rollte. In Höhe der Kirche winkten Polizistinnen und Polizisten etliche Fahrer heraus und ließen sie anhalten. Es drohte aber kein Ungemach wegen überhöhter Geschwindigkeit, fehlender Ausstattung oder sonstigen Nachlässigkeiten. Die mit vor Ort agierenden Kolleginnen und Kollegen des Pritzwalker Ordnungsamtes baten die verdutzten Autolenker zum Interview.

Die Fragen drehten sich um das Verkehrsverhalten. Angehalten wurden Fahrer mit auswärtigem Kennzeichen. Es sollte erfasst werden, warum diese quer durch die Innenstadt fahren und nicht die Umgehungsstraße nutzen. Dafür gab es sicherlich unterschiedlichste Gründe. Die meisten Befragten verstanden aber den Sinn dieser Informationsaufnahme sehr gut. Schnell konnten sie dann auch ihre Fahrt fortsetzen. Die Stadt Pritzwalk versucht auf diesem Wege und mit ähnlichen Aktionen an verschiedenen Plätzen in den kommenden Wochen Erkenntnisse über die Verkehrsströme im Zentrum zu erlangen. Eine Zählung des Gesamtverkehrs war dem bereits voraus gegangen.

Problematisch dürfte vor allem der landwirtschaftliche Verkehr bleiben. Gerade hier werden den Anwohnern die größten Belastungen zugemutet. Die Umgehungsstraße ist für Traktoren, Landmaschinen und Mähdrescher nicht zugelassen, da hier eine Mindestgeschwindigkeit eingehalten werden muss. Das Landesstraßenbauamt in Kyritz sieht bei einer Öffnung der Umgehungsstraße eine Gefahr für die Durchlassfähigkeit der B189. Auf dem Papier wohl richtig – in der realen Welt allerdings vollkommen unsinnig. Da bisher niemand von stundenlangen Staus durch gewaltiges Verkehrsaufkommen im Bereich der Umgehungsstraße berichtet hat, scheint in diesem Fall die Paragrafenreiterei über den normalen Menschenverstand zu siegen. Das wäre fatal.

Während der Kontrollen zeigten einige Anwohner die bereits an ihren Häusern entstandenen Risse durch die dauernden Erschütterungen – ausgelöst von den großen Fahrzeugen beim Vorbeifahren. Gut das jetzt etwas getan wird. Hoffen wir, das sich Konsequenzen daraus nicht ewig hinauszögern und ihre Umsetzung nicht an übergeordneten Rechtsbarrieren scheitern.

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