Innenstadtbelebung

Formel 1 in der Grünstrasse?

F1 Grand Prix of AustraliaInnenstadtstrecke wird immer mehr zur Rennpiste

Können Sie sich das vorstellen? Vettel, Alonso, Rosberg und all die anderen Formel 1-Helden rasen durch Pritzwalks Innenstadt? Schön im Kreis herum: Grünstraße, eine langgezogene Kurve durch die Poststraße, Parkstraße, scharfe Kehre in die Havelberger, volles Rohr über die „Schikane“ am Perleberger Tor und dann wieder zurück in die Grünstraße. Start und Ziel am Magazinplatz. Als Boxengasse eignet sich die Wallstraße – da muss man ja sowieso etwas langsamer fahren.

Alles Blödsinn? Na dann beobachten Sie mal ein paar Minuten den Verkehr auf der Grünstraße! Seit die Temperaturen wieder über Null liegen glauben etliche Möchtegernpiloten auf vier oder zwei Rädern, sie könnten hier ihre Karriere als Rennfahrer starten. Zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit brettern diese „Schumis-Für-Arme“ über die innerstädtische Piste. Tempo 50? Ist nur was für Weicheier! Sie sind doch tolle Typen, Männer eben. Nur leider fehlt`s da am notwendigen Hirnschmalz. Man stelle sich nur mal den Fall vor, das hinter einem der geparkten Autos ein Kind auf die Fahrbahn läuft. Zum Bremsen ist es für diese (fast ausnahmslos) Herrschaften dann zu spät. Ich möchte wissen, wie jene Helden mit der Tatsache leben könnten, das Leben eines Kindes derart zerstört zu haben.

Entschuldigung, das ist sicher harter Tobak, aber mit anderen Worten ist diesen – ich sag es offen – Verrückten nicht mehr beizukommen. Für die Anwohner der Grünstraße ist das alles, auch ohne Unfall, ein 24-Stunden-Krach-Erlebnis. Der zunehmende Landwirtschaftsverkehr mit immer gigantischeren Traktoren und LKW`s tut sein Übriges. Selbst diese Fahrzeuge scheinen eine „Nicht unter 50“-Automatik zu besitzen.

Wie kann man das ändern? Die Stadt darf nicht ohne weiteres Tempolimits setzen. Sie kann prinzipiell auch keinen Landwirtschaftsfahrzeugen die Durchfahrt verbieten. Bei all diesen Dingen haben Landesbehörden mitzureden. Auch das Pritzwalker Ordnungsamt kann in diesem Fall – wie oft gefordert – nichts tun. Es ist maximal für den ruhenden Verkehr, also die Parkenden, zuständig. Alles andere ist Aufgabe der Polizei.

Dennoch sollten wir im Interesse der Lebensqualität in unserer Stadt alle Möglichkeiten prüfen. Es wäre z.B. denkbar, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen: Landesstraßenbauamt, Polizei, Stadtplaner, Umwelt(Geräuschbelastungs-)Experten, die Verwaltung und natürlich vor allem die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Der Bürgermeister sollte einen solchen Termin zeitnah vorschlagen. Klar ausgesprochen: Kurzfristige Wunder sind nicht zu erwarten, aber so wie bisher geht es nicht weiter. Uns fehlt das letzte Stück der Umgehungsstraße Meyenburg-Wittstock. Die wird nach Kassenlage nicht mehr kommen. Gegen die Öffnung der südlichen Umgehungsstraße für den Landwirtschaftsverkehr sträubt sich das Land. Also brauch es gangbare Alternativen.Oder 1x jährlich Formel 1. Grand Prix de Prignitz.                                       Hartmut Winkelmann

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wappen_blha_stadt-pritzwalk_gif_24358Sitzung des Ausschusses für Recht, Ordnung, Umweltsicherung und Naturschutz der SVV am 03.06. um 18.00 Uhr in der Stadtverwaltung, Gartenstr. 12, Beratungsraum, 1.OG

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wappen_blha_stadt-pritzwalk_gif_24358Gemeinsame Sitzung von Bildungs- und Sozialausschuss der SVV am 04.06. um 17.00 Uhr im Stadtarchiv, Meyenburger Str. 3a

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wappen_blha_stadt-pritzwalk_gif_24358Sitzung des Finanzausschusses der SVV am 10.06. um 16.30 Uhr im Rathaus, Beratungsraum, 2.OG

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1 reply »

  1. Meyenburger Tor genau dasselbe Elend. War ja bis vor ein paar Jahren auch auf 30 Km/h beschränkt. Ist leider nicht mehr der Fall und jetzt hat man dafür Rennstreckenfeeling. Komischerweise gibt’s auch keine Geschwindigkeitskontrollen. Also wird gebrettert, dass keine Auge trocken bleibt! Und das Ordnungsamt?! Tja, die Damen sieht man nur Dienstag früh, wenn die Strassenreinigungsmaschinen kommen und wieder einmal einer vertrieft hat, dass dann absolutes Halteverbot herrscht. Aber wenn gerast oder feste verkehrswidrig im Kreuzungs- bzw. Einmündungsbereich geparkt wird, dann ist niemand von der Truppe zu sehen!

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