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Quo vadis Pritzwalk?

Yes change Pritzwalk_buttonDie Fronten sind verhärtet. Die Beleidigungen sitzen tief. Es ist nicht abzusehen, wie es weiter geht in der Pritzwalker Kommunalpolitik. Bei allem Zwist bleibt eine Tatsache unumstößlich: Pritzwalk hat so viele Probleme und bisher nicht angegangene Aufgaben, das ein solcher Dauerstreit nicht hinzunehmen ist.

Nach den Vorkommnissen der letzten Wochen, insbesondere in der letzten Stadtverordnetenversammlung, stellen sich sehr viele Bürgerinnen und Bürger die Frage, wann sich endlich wieder etwas bewegt in unserer Stadt. Die Reaktionen etlicher Stadtverordneter sind hoffentlich mit dem Abstand einiger Tage ein wenig gelassener. Vergessen soll aber nichts sein, zumal solcherart Mißachtung von gewählten Volksvertretern hier ja nicht zum ersten Mal passiert.

Bürgermeister Wolfgang Brockmann kann man nur nahe legen, die Schuld nicht immer nur bei anderen zu suchen. Kritik gehört zur Demokratie. Kritik kann und muß auch öffentlich geäußert werden, auch das ist demokratisch. Die Auftraggeber der Abgeordneten heißen schließlich Bürgerin und Bürger. Wenn auf Kritik nicht offen und aufrichtig geantwortet wird, verstärkt sie sich umso mehr. Darüber dann zu lamentieren lenkt nur von den Ursachen ab.

Den Stadtverordneten die Weitergabe von nichtöffentlichen Beratungsinhalten zu unterstellen, ist ein schwerer Vorwurf. Wenn dem so ist, sollte man konkrete Beweise vorlegen. Ein Generalverdacht gegen alle Abgeordneten, gekrönt von dem Vorwurf, es existierten unter ihnen „Inoffizielle Mitarbeiter der MAZ“, ist in jedem Fall absurd. Richtig ist, das manch einer sorgsamer mit den nichtöffentlichen Inhalten der Versammlungen umgehen sollte. Als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung wird sich der Autor dieses Beitrages dazu in Kürze an alle Abgeordneten wenden. Diese Verpflichtung gilt aber auch für die Verwaltungsspitze. Es kann nicht mit zweierlei Maß, je nach Interessenlage gehandelt werden.

Als Vorsitzender des Stadtparlamentes werde ich in den nächsten Tagen das Gespräch mit Wolfgang Brockmann suchen, um Wege aus dem allgemeinen Dilemma und anstehende Aufgaben in Pritzwalk zu besprechen. Es wäre gut, wenn auch der Bürgermeister über seinen Schatten springen würde und Schritte auf seine Kritiker zugehen könnte.

Hartmut Winkelmann

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